Dienstag, 28. April 2009

Radio Free Albemuth - The movie

Der 1985 posthum veröffentlichte Phillip K. Dick Roman "Radio Free Albemuth" wird gerade von Regisseur John Alan Simon in einen Film verwandelt.
Dieser Beitrag soll sich nun quasi eine Bestandsaufnahme bilden, welche Inhalte bereits wie vorab einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.
Begonnen hat meine Recherche "ganz klassisch" mit der Suchmaschine "Google" und dem Begriff "Radio Free Albemuth". Neben den Wikipedia-Einträgen zu Buch, Film und einem Album des Bassisten Stuart Hamm mit selbigem Titel erschien als erstes Ergebnis gleich die offizielle Seite des Films. [1]
Die rein englischsprachige Movie-Website scheint sich jedoch noch in der Rohphase zu befinden. Nach einem kurzen Intro mit Präsentation des - auf den ersten Blick sehr uninformativen - Film-Logos kann sich der User für einen von vier Teilbereichen entscheiden: "About", "Video", "Gallery" und"Cast & Crew", wobei sich letzterer Bereich noch "under construction" befindet.
Im Bereich "About" werden eine ausführliche Synopsis und Neuigkeiten präsentiert, die Informationen, die unter dem klingenden Namen "Latest News" präsentiert werden, sind jedoch mit Datierungen versehen, die nicht gerade vor Aktualität strotzen. Es finden sich nur drei Beiträge, der letzte ist mit der Zeichnung 10/15/2007 versehen.
Auch am unteren Ende der Seite befindet sich das "Copyright-Zeichen" mit der Jahreszahl 2007, weitere Informationen über die Aktualisierung sind nicht zu finden.
Klickt der User auf "Video" so gelangt er zu einem kurzen Film (Dauer: 1:02 min), der erste Eindrücke vom Set vermitteln soll. Dies gelingt allerdings relativ schlecht, da man einfach nur Kameras, Drehorte und Menschen sieht, diese jedoch nicht wirklich zuordnen kann. Auf der Tonebene hört man - nach Einblendung des Filmlogos und scheinbar dazugehörigen Synthesizerklängen zu Beginn - nur schnelle, beinahe futuristisch anmutende Musik. Das Video endet mit der Einblendung der IP-Adresse genau jener Website, auf der man sich gerade befindet. Links daneben erscheint "Video 10/14/07 Production Blog #1", klickt man jedoch auf den Button "next" darunter, findet man nur eine leere zweite Seite, auf der man ausschließlich "previous" wählen kann.
Obwohl zu Beginn des Videos "Broadcasting from the set" erscheint, erhält der Betrachter keinen wirkliche Information, was tatsächlich beim Dreh passiert, das Video wirkt eher als Medium der Impressionen und Eindrücke.
Beim Klick auf "Gallery" erscheinen insgesamt neun Fotos die in jeweils Dreiergruppen präsentiert werden. Klickt man auf eines dieser Bilder, so erscheint es daneben in vergrößerter Version gemeinsam mit einem Bildtext, der die ersten Informationen erahnen lässt. In Klammern nach den Namen der einzigen zwei gezeigten Schauspieler stehen die jeweiligen Rollennamen und der Regisseur wird insgesamt vier mal gezeigt. Auch die Produzenten und der Kameramann sind durch den Text unter den Abbildungen leicht zuzuordnen und zu erkennen.
Nach eingehender Auseinandersetzung mit der Website hat der User noch immer keine wirkliche Ahnung vom Film. Es fällt vor allem auf, dass Daten zur Veröffentlichung fehlen und vor allem das Fehlen des Bereiches "Cast & Crew" erschwert die Orientierung. Die Homepage wirkt, als wäre sie "auf Eis gelegt", da der Unvollständigkeit ein aufwändiges Design mit vielen Flashelementen und Geräuschen und die genaue Inhaltsangabe [2]
Mehr Informationen sind der "Internet Movie Database" zu entnehmen. Laut dortigen Angaben (das letzte Update war jedoch bereits am 24. November 2008) befindet sich "Radio Free Albemuth" augenblicklich in der Post-Production und soll noch 2009 in die Kinos kommen. Auch eine Liste einiger Darsteller findet sich bereits vorab. Der Hauptcast besteht aus Jonathan Scarfe als Nicholas Brady, Shea Wigham als Phil, Katheryn Winnick als Rachel Brady, Alanis Morrissette als Sylvia und Hanna Hall als Vivian Kaplan. Nähere Informationen über den Stand der Post-Production erhält der User jedoch nur über das direkt verlinkte und kostenpflichtige "IMDbPro" [3]
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt bei einer kurzen Erstrecherche nicht wirklich möglich ist, genaue Informationen zum Film zu erhalten. Nicht einmal der Zeitraum, in dem der Film wahrscheinlich erscheinen wird ist jetzt zu erahnen.

[1] vgl.: http://www.google.com/search?client=safari&rls=de-de&q=radio+free+albemuth&ie=UTF-8&oe=UTF-8, 28.04.2009
[2] vgl.: http://radiofreealbemuth.com/, 28.04.2009
[3] http://www.imdb.com/title/tt1129396/, 28.04.2009

Wer schreibt sowas?

"The Simulacra" habe ich nun gelesen, Minority Report ebenfalls und dazu noch mit Tom Cruise gesehen und von Blade Runner den Anfang rezipiert. Daher denke ich, und jeder wird mir da sicher zustimmen, dass Philip K. Dick, der Autor eben genannter Geschichten, sicher kein Kinderbuchautor war. Die Plots sind düster, ebenso die Kulissen der Filme. Allesamt spielen sie in der Zukunft ("noch"werden viele denken). Und wie es scheint, sieht Dick nichts Gutes in dem, was da nach uns kommen mag. Warum denkt jemand so negativ über die Zukunft, ja scheint sogar den selbsthervorgerufenen Weltuntergang in nicht allzu ferner Zunkunft zu sehen? Um seine Romane und Kurzgeschichten besser nachvollziehen zu können und eventuell eine These aufstellen zu können, wer Portrait bei seinen literarischen Personen stand, sollte man sich seine Biographie ein wenig genauer ansehen. Denn ich bin mir sicher, die ein oder andere Figur hat ein reales Vorbild in der Wirklichkeit gehabt, die er sich nicht erst ausdenken musste.

Der Roman Radio Free Albemuth ist, wie bereits am Anfang ersichtlich wird, ein autobiographisch angehauchtes Werk von PKD. So geht aus biographischem Material hervor, dass er Mitte der 70er Jahre Visionen hatte, deren Ursprung (göttlich oder nicht) er auf den Grund gehen wollte. [1]. Diese Vision hat Robert Crum in dem Comic "Die religiöse Erleuchtung des Philip K. Dick" verbildlicht. Durch Anklicken der Bilder kann der Comic in lesbarer Größe konsumiert werden.
Diese Geschichte ist genauso in dem Roman Radio Free Albemuth geschildert. Allerdings passiert dieses überirdische Erlebnis nicht der Romanfigur Philip K. Dick sondern seinem Freund Nicholas Brady.











[2]



[1], [2] Arntz, Heiko (Hg.), Der Philip K. Dick Companion. Frankfurt am Main: Zweitausendeins 2008.

Massenkommunikation - Was bedeutet das?!

Ein allgemein recht häufig genutzter Begriff, doch was ist Massenkommunikation genau? Welche Medien gehören dazu? Gibt es einen Gegenbegriff? Oder auch, seit wann gibt es Massenkommunikation? Waren die Rauchzeichen der Indianer auch schon Massenkommunikation, da viele in der Umgebung die Möglichkeit hatten sie wahrzunehmen?
Diese und noch viele Fragen muss man sich stellen, wenn man dem Begriff auf die Spur kommen möchte.
In Anlehnung an die Kommunikationswissenschaft, die ja ebenfalls an der Universität Wien gelehrt wird, habe ich den Professor für die Vorlesung "Einführung in die Kommunikationswissenschaft" befragt und in seinem doch recht dicken Werk nach der Defintion gesucht, die er im Allgemeinen für die Massenkommuniaktion gefunden hat.
er widmet dem Begriff ein gesamtes Kapitel, dass mehr als 50 Seiten umfasst. Er scheint also wirklich wichtig zu sein in der heutigen Kommunikationswissenschaft.
Zu Beginn spricht er die negative Konnotation des Begriffes Masse an. Das finde ich auch - Masse hat etwas sehr negatives, es scheint alles individuelle auszuschließen.
Um eine Begriffsdefintion zu erklären beruft er sich auf Ortega y Gassets und Maletzke (einseitig linearer Theorie-Ansatz), die von einer "unsichtbaren und latenten Masse"[1] ausgeht, die einer kleinen Gruppe, der Elite, gegenübersteht. Dieses Phänomen hätte im Zeitalter der Industrialisierung zu eben jenem "Massenmenschen" geführt. Dieser zeichnet sich durch Persönlichkeitsverarmung (unselbständig, verantwortungslos) aus. Dieser Massenmensch leben im "Massenzeitalter" in der die Werbung und Propaganda massenmedial gesteuert sei. [2]Maletzke.
Ortega y Gasset äußerte sich in den Dreizigern zu diesem Thema, Maletzke hat sich in den 60ern mit der Masse beschäftigt. Etwas überaltet?
Dem gibt Burkhart recht. Die Defintion muss überarbeitet werden.
1963 veröffentlichte Wright eine überarbeitete Defintion der Massenkommunikation. Nach ihm sei die Masse nicht erfassbar, da sie nicht "face-to-face" zum Kommunikator stehe. Außerdem bilde sie sich aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammen (heterogen) und anonym, da sie dem Kommunikator weitgehend unbekannt bleiben. Dieses "disperse Publikum" - Indivuduen und Gruppen wenden sich den gleichen Aussagen zu - ist bilden keine dauerhafte Konstellation,sondern bestehen nur für die Zeit der Rezeption. Da Massenkommunikation, wie TV, Zeitung, Internet etc. keine unmittelbare Kommunkation ermöglichen, wie bei einer leibhaftigen Diskussion, spricht man von einer indirekten Kommunkation, da KOmmunikator und Rezipient räumlich distanziert oder sogar getrennt voneinander sind. Wie die beiden Begriffe Kommunikator und Rezipient schon andeuten, ist diese Kommunikation meist sehr einseitig, da der rezipient nur sehr bedingt die Möglichkeit zum Agieren hat. Massenmedien definieren sich als Medien, die mittels Schrift, Bild und/oder Ton optisch oder akustisch Aussagen an die Öffentlichkeit verbreiten.[3]

[1] Ortega y Gasset, José: Der Aufstand der Massen. Hamburg 1973(orig. Madrid 1930)
[2] Maletzke, Gerhard: Massenkommunikation. In: Graumann (Hrsg.) 1963, S. 25
[3]Vgl. Maletzke: Massenkommunikation. S.36