P.K.D. benannte einer seiner Hauptfiguren in Radio Free Albemuth sicherlich nicht aus irgendeiner Laune heraus nach sich selbst – und auch die eindeutige Namensgebung sowohl des Anfangs- als auch Endkapitels scheinen nicht unüberlegt. Doch warum das Ganze?
Steckt hinter Phil vielleicht wesentlich mehr, als man auf den ersten Blick glauben möchte? Zumindest würde dieser Faktor eindeutig für die Dicksche Zweideutigkeit stehen, die sich ja wie ein roter Faden durch all seine Werke ziehen.
Blätter man ein wenig durch die unendlichen Weiten des Cyberspace, so trifft man hier und dort auf Artikel, die eindeutige Parallelen zwischen Fakt und Fiktion aufgespürt haben wollen.
Auf http://www.philipkdick.de beispielsweise, werden einige Begebenheiten biographischer Natur aufgeführt, die nicht nur in Radio Free Albemuth, sondern vornehmlich in der VALIS Trilogie auftauchen:
1. VALIS existiert wirklich [1]
VALIS erscheint P.K.D. wahrhaftig (obwohl er selbst nicht ganz ausschloss, dass dieses Erlebnis auf seinen steten Drogenkonsum zurückzuführen sei) – wie in einer Anmerkung an die Geschichte The Days of Perky Pat folgendermaßen nachzulesen ist:
Ich ging (...) eines Tages den Feldweg zu meiner Hütte entlang und freute mich auf acht Stunden Schreiben in völliger Abgeschiedenheit von allen anderen Menschen, als ich in den Himmel schaute und ein Gesicht erblickte. Ich konnte es eigentlich nicht richtig erkennen, doch das Gesicht war da, und es war nicht das Gesicht eines Menschen; es war das riesige Antlitz des absolut Bösen. (...) Es war gewaltig; es nahm ein Viertel des Himmels ein. Statt Augen hatte es leere Schlitze - es war aus Metall, es war grausam, und, was das Allerschlimmste ist, es war Gott."
[2]
Weitere Visionen sollten noch folgen die er alle als seine 2-3-74 Erfahrungen betitelte und die den Grundstein für sein 8.000 Seiten Tagebuch Exegese bildeten.
Teile zur Erklärung dieser dubiosen Erfahrungen, finden sich in der VALIS Trilogie wieder.
2. P.K.D. erkennt den Geburtsfehler seines Sohnes [3]
In den Monaten Februar und März soll Dick von einer Folge von Albträumen heimgesucht worden sein, die in eine Reihe von Weinkrämpfen und Gebetsorgien in lateinischer Sprache mündeten. Erst die Erscheinung eines roten Lichtes, das ihm vom Geburtsfehler seines Sohnes berichtete, brachte alles wieder ins Lot. Die Albträume hörten auf, der Hüftfehler seines Sohnes wurde korrigiert und die Erscheinung wurde minutiös sowohl in der Exegese, als auch in weiterer Folge und unter einem anderen Namen in VALIS und Radio Free Albemuth vermerkt.
3. Die Sache mit dem Fischanhänger [4]
Im Zuge heftiger Zahnschmerzen im Jahre 1974, bestellt sich P.K.D. Schmerzmittel, die ihm wenig später auch von einer Botin bis vor die Haustüre gebracht werden. Eben diese Dame allerdings, trägt eine goldene Kette um den Hals mit einem Fisch daran – das Ursymbol des Christentums.
"Das Zeichen des (goldenen) Fischs bewirkt, daß man sich erinnert. Woran erinnert? Das ist gnostisch. An deine himmlischen Ursprünge; das hat mit der DNS zu tun, weil die Erinnerung in der DNS angesiedelt ist (...). Sehr alte Erinnerungen, die diesem Leben vorangehen, werden ausgelöst. [...] Man erinnert sich an sein wahres Wesen. (...) Die gnostische Erkenntnis: Du bist hier auf dieser Welt, in die man dich geworfen hat, aber du bist nicht von dieser Welt." [5]
Dem Artikel nach zu urteilen, ist diese Begegnung Auslöser für P.K.D. Überzeugung, er selbst sei die Wiedergeburt des Gnostikers Simon Magus.
Vielleicht stellen die VALIS Trilogie als auch Radio Free Albemuth eine Art Ventil dar, um erlebtes nochmals zu verarbeiten. Doch um ganz im Sinne P.K.D. zu bleiben, könnte man noch etwas genauer an der Oberfläche kratzen und eventuell aufkommende Spekulationen ein wenig näher gehend betrachten…mehr darüber später...
Steckt hinter Phil vielleicht wesentlich mehr, als man auf den ersten Blick glauben möchte? Zumindest würde dieser Faktor eindeutig für die Dicksche Zweideutigkeit stehen, die sich ja wie ein roter Faden durch all seine Werke ziehen.
Blätter man ein wenig durch die unendlichen Weiten des Cyberspace, so trifft man hier und dort auf Artikel, die eindeutige Parallelen zwischen Fakt und Fiktion aufgespürt haben wollen.
Auf http://www.philipkdick.de beispielsweise, werden einige Begebenheiten biographischer Natur aufgeführt, die nicht nur in Radio Free Albemuth, sondern vornehmlich in der VALIS Trilogie auftauchen:
1. VALIS existiert wirklich [1]
VALIS erscheint P.K.D. wahrhaftig (obwohl er selbst nicht ganz ausschloss, dass dieses Erlebnis auf seinen steten Drogenkonsum zurückzuführen sei) – wie in einer Anmerkung an die Geschichte The Days of Perky Pat folgendermaßen nachzulesen ist:
Ich ging (...) eines Tages den Feldweg zu meiner Hütte entlang und freute mich auf acht Stunden Schreiben in völliger Abgeschiedenheit von allen anderen Menschen, als ich in den Himmel schaute und ein Gesicht erblickte. Ich konnte es eigentlich nicht richtig erkennen, doch das Gesicht war da, und es war nicht das Gesicht eines Menschen; es war das riesige Antlitz des absolut Bösen. (...) Es war gewaltig; es nahm ein Viertel des Himmels ein. Statt Augen hatte es leere Schlitze - es war aus Metall, es war grausam, und, was das Allerschlimmste ist, es war Gott."
[2]
Weitere Visionen sollten noch folgen die er alle als seine 2-3-74 Erfahrungen betitelte und die den Grundstein für sein 8.000 Seiten Tagebuch Exegese bildeten.
Teile zur Erklärung dieser dubiosen Erfahrungen, finden sich in der VALIS Trilogie wieder.
2. P.K.D. erkennt den Geburtsfehler seines Sohnes [3]
In den Monaten Februar und März soll Dick von einer Folge von Albträumen heimgesucht worden sein, die in eine Reihe von Weinkrämpfen und Gebetsorgien in lateinischer Sprache mündeten. Erst die Erscheinung eines roten Lichtes, das ihm vom Geburtsfehler seines Sohnes berichtete, brachte alles wieder ins Lot. Die Albträume hörten auf, der Hüftfehler seines Sohnes wurde korrigiert und die Erscheinung wurde minutiös sowohl in der Exegese, als auch in weiterer Folge und unter einem anderen Namen in VALIS und Radio Free Albemuth vermerkt.
3. Die Sache mit dem Fischanhänger [4]
Im Zuge heftiger Zahnschmerzen im Jahre 1974, bestellt sich P.K.D. Schmerzmittel, die ihm wenig später auch von einer Botin bis vor die Haustüre gebracht werden. Eben diese Dame allerdings, trägt eine goldene Kette um den Hals mit einem Fisch daran – das Ursymbol des Christentums.
"Das Zeichen des (goldenen) Fischs bewirkt, daß man sich erinnert. Woran erinnert? Das ist gnostisch. An deine himmlischen Ursprünge; das hat mit der DNS zu tun, weil die Erinnerung in der DNS angesiedelt ist (...). Sehr alte Erinnerungen, die diesem Leben vorangehen, werden ausgelöst. [...] Man erinnert sich an sein wahres Wesen. (...) Die gnostische Erkenntnis: Du bist hier auf dieser Welt, in die man dich geworfen hat, aber du bist nicht von dieser Welt." [5]
Dem Artikel nach zu urteilen, ist diese Begegnung Auslöser für P.K.D. Überzeugung, er selbst sei die Wiedergeburt des Gnostikers Simon Magus.
Vielleicht stellen die VALIS Trilogie als auch Radio Free Albemuth eine Art Ventil dar, um erlebtes nochmals zu verarbeiten. Doch um ganz im Sinne P.K.D. zu bleiben, könnte man noch etwas genauer an der Oberfläche kratzen und eventuell aufkommende Spekulationen ein wenig näher gehend betrachten…mehr darüber später...
[1] Vgl. Dick, Philip K.: Radio Free Albemuth. London: Harper Collins, 1985, S. 32
[2] Dick, Philip K.: The Days of Perky Pet. Zitert nach:Ralph Doege auf http://www.philipkdick.de/feature_dickessay.html] Zugriff: 7. 6. 2009
[3] Vgl. Dick: Radio Free Albemuth. S. 57
[4] Vgl. Ebenda, S. 122
[5] Dick: The Days of Perky Pet.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen